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5 Kleinigkeiten für mehr Balance im Alltag!

Ihr habt es mitbekommen, die letzten Wochen waren sehr kräfteraubend und anstrengend für mich, nicht nur körperlich sondern auch psychisch. Bei mir gibt es dann nur zwei Optionen, entweder setze ich noch eins drauf, sabotiere mich selbst und mach es mir noch schwerer oder ich bin meine größte Supporterin und unterstütze Körper und Geist, wo es nur geht. Oft reichen ein paar Kleinigkeiten, die den großen Unterschied machen können und heute möchte ich euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, die mir in letzter Zeit gut geholfen haben, (mehr oder weniger) die Ruhe zu bewahren und Stresssituationen zu bewältigen.

 
1) GEHEN – heute, morgen und alle Tage danach!

Wenn es richtig drunter und drüber geht, schlägt mein Herz bereits am Morgen einen Ticken zu schnell. Der Cappuccino wird im Stehen im Bad getrunken, das Frühstück muss irgendwo gekauft werden und mein Outfit steht in den Sternen. So ist es halt manchmal, auch wenn ich eine große Verfechterin von Routinen bin, hin und wieder ist eben nichts vorbereitet und ich starte hektisch in den Tag. Schuhe schnell an, AirPods rein, zugesperrt, runtergelaufen und dann…dann gehe ich 20 Minuten zu Fuß in die Schule und ich kann gar nicht beschreiben, wie mich das runterholt und meinen Geist beruhigt.

Gehen hat eine therapeutische Wirkung, das sag nicht nur ich, sondern ist von vielen Studien belegt. Ich könnte auch den Bus nehmen, 5 Minuten länger schlafen, mich 15 Minuten in ein überfülltes Fahrzeug quetschen und mich der Hektik der anderen aussetzen oder auch aufs Fahrrad steigen, aber dieser Spaziergang mit Podcast im Ohr und frischer Luft in den Lungen macht den entscheidenden Unterschied. Auch wenn ich nicht zur Arbeit muss, gehe ich raus, bei jedem Wetter und zu jeder Uhrzeit. Einfach eine Runde gehen und die Welt in der Zwischenzeit Welt sein lassen, für mich die effektivste Methode um mich selbst zu entlasten.


2) SCHREIBEN – raus aus dem Kopf und rauf aufs Papier!

Ich bin absolut kein Fan von Journaling, ich konnte noch nie etwas damit anfangen und werde meinen Tag vermutlich auch in Zukunft nicht mit Zeilen der Dankbarkeit starten, aber ich kann sehr wohl die mentale Entspannung des Schreibens schätzen. Bei mir sind es Notizen an mich selbst oder auch Aufgabenlisten, alles was ich mir irgendwo notiere, muss ich mir nicht mehr merken und in meinen Gedanken mit mir herumtragen.

Immer wieder fallen mir mitten im Tag Dinge ein, die ich nicht vergessen darf, manchmal sind es auch Pläne oder Wünsche oder Geschenksideen oder auch Themen für den Blog – egal was, ich tippe es sofort in mein Handy oder mach mir eine Notiz. Wenn ich sehr überfordert bin, hilft es mir auch, diese Listen neu zu schreiben und mit Farben in Kategorien zu unterteilen, um mir kleine optische Wegweiser daraus zu machen. Was ist dringend, was ist schnell zu erledigen, was hat Zeit und was könnte Spaß machen? Es gibt auch die Wochen, in denen ich viel aufgeschrieben habe, aber nichts davon erledige, auch ok, es steht dort und ich muss keine Panik haben, irgendetwas zu vergessen.


3) WEGLEGEN – Handyzeit am Morgen und Gruppenchats!

Wir alle wissen, dass zu viel Bildschirmzeit am Abend den Schlaf sabotieren und unser Hirn nicht gut zur Ruhe kommen kann. Ich habe es aufgegeben, meine Bildschirmzeit am Abend zu limitieren. Erstens schlafe ich wie ein Baby und zweitens genieße ich die Zeit für mich und lass mich abends einfach gerne unterhalten. Für mich passt das so, ich hab nicht das Gefühl, dass mich die Bildschirmzeit am Abend stresst und hab es auch hingenommen, dass mein Handy neben meinem Bett liegt.


Was hingegen wirklich einen Unterschied für mich macht, ist, das Handy am Morgen nicht in die Hand zu nehmen. Oft bin ich aufgewacht, hab instant meine Mails gecheckt, Nachrichten gelesen und geschaut, was es auf Insta Neues gibt (surprise surprise: nichts). Inzwischen stehe ich auf, mach mich fertig, geh zu Fuß zur Arbeit und erst dann schalte ich den Flugmodus aus. Weder Whatsapp noch Mails noch Nachrichten stressen mich am Morgen und das macht wirklich einen entscheidenden Unterschied. Ebenso möchte ich mich hier gegen den Terror der Gruppenchats aussprechen. Ich kenne Leute, deren Handy praktisch im Sekundentakt vibriert, weil sie in zehn verschieden Gruppen sind, wo über ein völlig unwichtiges Thema diskutiert wird. Ich mute meine Gruppenchats inzwischen erbarmungslos und verabschiede mich dazu schnellstmöglich aus Gruppen, die ihren Zweck erfüllt haben, Gamechanger.


4) ERLEDIGEN – 2 magische Stunden am Vormittag!

Der Papiermüll stapelt sich, die Dosen gehören weggebracht, das Paket muss zur Post, die Bio-Säcke sind schon wieder aus, im Kühlschrank herrscht Chaos, die Wäsche stapelt sich und die Staubfussel unterm Bett tanzen inzwischen Tango: Zeit für kleine Aufgaben mit großer Wirkung. In stressigen Wochen (tja, auch in normalen) bleiben vor allem Hausarbeiten und kleine Erledigungen liegen. Ich hab es mir inzwischen zur Routine gemacht, dass ich am Samstagvormittag zwei Stunden investiere, um eben solche Dinge zu erledigen.


Es gibt verschiedene Charaktertypen und ich kenne einige, die auch mit Chaos Zuhause klarkommen, ich hasse das Gefühl, immer einen Schritt hinten zu sein und eigentlich noch viel zu erledigen zu haben. Zettel gezückt, Punkte aufgeschrieben und dann arbeite ich mich durch diese lästigen, meistens sehr schnell zu erledigenden Aufgaben und streiche genüsslich die Punkte auf meiner Liste aus. Balsam für die gestresste Seele und der perfekte Start in ein entspanntes Wochenende.


5) PLANEN – Quality und Me-Time im Voraus!

Besonders wenn der Alltag stressig ist, gilt es Ruhezeiten und schöne Stunden zu planen, auf die frau sich freuen kann. Das kann eine Stunde für Gesichtsmaske und Nägel sein oder eine Einheit im Yogastudio, vielleicht auch Drinks mit einer Freundin oder ein Date im Kino. Früher stand ich oft am Wochenende hilflos da, weil ich so von meinen Aufgaben abgelenkt war, dass ich vergessen hatte, die schönen Dinge zu planen. Auch unter der Woche blocke ich inzwischen Abende, an denen nichts anderes Platz hat außer Qualitätszeit mit mir selbst.

Es ist völlig in Ordnung, eine Einladung abzulehnen, weil du schon einen Abend mit dir selbst geplant hast oder auch einfach nur Zuhause sein möchtest. Frühstück hier, Kaffee dort, später Besuch und abends noch eine Essenseinladung, wer zu allem JA sagt, drückt sich selbst ein fettes NEIN auf die Stirn. Ruhezeiten sind ebenso wichtig wie Verabredungen, besonders wenn der Alltag fordernd ist. Balance ist das Zauberwort.

 

Vielleicht spricht dich einer dieser Punkte an, vielleicht sogar zwei oder drei. Für mich machen diese Kleinigkeiten einen riesigen Unterschied, besonders wenn sich alles gerade wieder ein bisschen viel anfühlt. Wenn ich dir eine Sache besonders ans Herz legen kann, dann ist es das Gehen. Ich hoffe du startest in ein tolles Wochenende und hast hier ein bisschen Inspiration gefunden! <3

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