• diedreißigerin

Mandel-Kokos-Granola und erste Adventsstimmung! #erstekerze

Er klopft schon an die Tür, der erste Advent, dieses Jahr bereits im November. Gerade noch sind die bunten Blätter von den Bäumen gefallen, die kürzeren Tage noch lau gewesen und die Stimmung war sehr herbstlich. Langsam ist die Kälte zu spüren, der Winter macht sich breit, die ersten Flocken fallen und die Adventszeit begleitet uns diese letzten Wochen im Jahr. Nun, bis jetzt war wenig Besinnliches dabei, viel Chaos, viel Enttäuschung, der gefühlt zehnte Lockdown ist da und die bittere Erkenntnis, dass meine tollen Pläne für die nächsten paar Wochen mit einer kurzen Eilmeldung verpufft sind. Die ersten Tage, in denen ich zwar extra viel arbeiten aber praktisch nichts, was mit Spaß verbunden ist, machen durfte, haben sich am Mittwoch bemerkbar gemacht…Herzrasen, Unruhe, Wut und Tränen. Also habe ich mich in die Küche gestellt, Haferflocken und Co. in schöne Schüsseln geleert und bin kreativ geworden. Am Ende waren es ein Granola, zwei selige Stunden mit mir selbst und ein erster Funken Adventsstimmung.

 

Wie alles, was ich in der Küche kreiere, ist auch dieses Granola unkompliziert und praktisch in fünf Minuten zusammengeleert. Ich verwende als Maßeinheit Cups und hab dafür vorgefertigte „Messbecher“, es funktioniert aber auch mit jeder Tasse, egal wie groß oder klein, solange die Proportionen stimmen. Keine Ahnung wieviel Gramm das jeweils wären, ich wiege nichts, und prinzipiell darf alles ein bisschen individualisiert werden. Mein Granola besteht aus meinen absoluten Lieblingszutaten, ich kenne kein gekauftes, das mir besser schmecken würde, die Wohnung duftet herrlich nach dem Backen und in einem luftdichten Gefäß ist es auch mehrere Wochen haltbar. Großer Bonuspunkt, ich weiß ganz genau, was drin ist und genieße mein Frühstück mit dem wohligen Gefühl, meinem Körper etwas Gutes zu tun. Also hier das Grundrezept...


Mandel-Kokos-Granola – mit extra Zimt für die Weihnachtsstimmung


3 Tassen Haferflocken

1 Tasse Mandeln

1/2 Tasse Kürbiskerne

1/2 Tasse Sonnenblumenkerne

1/2 Tasse Kokosette oder Kokosraspeln


1/2 Tasse Ahornsirup

1/4 Tasse Kokosöl

1 Prise Salz


Optional

Zimt

Kokosflocken

getrocknete Früchte

Zartbitterschokolade


120 – 150°C bei Ober-/Unterhitze für ca. 1 Stunde

Zuerst die Haferflocken, ich nehme immer ein Gemisch aus zarten und normalen, und die grob gehackten Mandeln, ich lass die Hälfte ganz, in eine große Schüssel geben. Nehmt gleich eine richtig große, dann müsst ihr nicht wie ich zweimal das Gefäß wechseln. Dann kommen die Kürbiskerne, die Sonnenblumenkerne und die Kokosraspeln dazu.


Anschließend wird das geschmolzene Kokosöl, am besten über Wasserbad, mit dem Ahornsirup vermischt, bis eine cremige Konsistenz entsteht und das kommt dann mit der Prise Salz zu den trockenen Zutaten. Zuletzt wird alles durchgemischt bzw. gerne auch durchgeknetet, wenn ihr euer Granola gern „klumpig“ habt und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilt. Ich verteile alles locker, weil ich mein Granola lieber müsliartig mag, wenn ihr es aber ein wenig andrückt, entstehen größere Stücke, die dann später noch gebrochen werden können.

Das mit der Zeit und den Grad ist so eine Sache, weil wirklich jedes Backrohr anders funktioniert, lieber mit weniger anfangen und im Fall dann raufschalten. Bei mir war das Granola nach zirka einer Stunde bei 120 Celsius fertig, alle 15 Minuten hab ich ein bisschen umgerührt, damit auch nichts verbrennt und kurz vor Schluss hab ich noch ein paar Kokosflocken und Zimt drunter gemischt. Danach soll das Granola auskühlen und bei Bedarf dürft ihr es noch ein wenig mit Trockenfrüchten oder Schokolade verfeinern. Voilà.

 

Mein Granola schmeckt mir am besten mit Kokosjoghurt und warmen Beeren, ich mag’s aber mit kalter oder warmer Hafermilch und ein paar Bananenscheiben ebenso gerne. Auch als Geschenk und / oder Mitbringsel eignet es sich super, mit einer hausgemachter Kleinigkeit wird nicht nur etwas Gutes sondern auch ganz viel Liebe verschenkt. Und ein bisschen mehr davon kann, in diesen trostlosen und absolut umweihnachtlichen Zeiten, jede:r von uns brauchen.

Das schöne am Backen und Kreieren ist, dass die Gedanken zur Ruhe kommen, die Hände beschäftigt sind und sich alles ein wenig nach Zuhause anfühlt. Schon als Kindergartenkind durfte ich auf meinem Schemel in der Küche mithelfen, den Kuchen im Backrohr beobachten und die ersten Kostproben noch direkt vom Blech probieren. Der Geruch von warmen Zimt und gerösteten Nüssen löst ganz viel Wohlbefinden in mir aus, Tätigkeiten, die ein Endergebnis haben, beruhigen meinen Geist wie kaum etwas anderes.


Ich persönlich werde mit jedem Lockdown müder als je zuvor und bin der Meinung, dass frau sich im Moment nicht genug verwöhnen kann. Nachdem Wochenendtrips, Theater, Konzerte und Restaurantbesuche vermutlich wieder für längere Zeit auf Eis liegen, such ich mir eben neue Aktivitäten und Highlights. Ich freu mich riesig aufs Kekse backen mit meiner Freundin, werd demnächst meinen ersten Spaziergang durch den verschneiten Wald machen, mir eine neue Playlist zusammenstellen, Film- und Kochabende planen, das Buch am Nachttisch endlich fertig lesen und versuchen, mich bestmöglich bei Laune zu halten. Es ist mühsam, sich immer wieder neu zu organisieren und vor allem motivieren, aber was ich mir von dieser Pandemie definitiv nicht nehmen lassen werde, ist eine schöne Adventszeit.


Schönen 1. Advent!

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